ISO 9001 und AZWV

I. Internationale Zertifizierung nach ISO 9001

Die ISO 9001 ist eine Norm aus der Gesamtreihe DIN EN ISO 9000 ff. Sie beschäftigt sich mit dem Aufbau und der Verbesserung von Qualitätsmanagementsystemen.

Vorteile einer Zertifizierung nach ISO 9001

Der Bildungsmarkt ist in Bewegung. Steigende Anforderungen von Kunden und Auftraggebern sowie knapper werdende Mittel stellen uns vor neue Herausforderungen.

Ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 richtet unsere Organisation optimal auf diese Herausforderungen aus, indem:

  • Strukturen und Organisationsleitlinien eindeutig festgelegt, 
  • Kompetenzbereiche und Verantwortlichkeiten klar definiert und 
  • Arbeitsprozesse (Dozenteneinsatz, Durchführung von Schulungsmaßnahmen etc.) kontinuierlich optimiert werden.

Ein „richtiges" Qualitätsmanagementsystem gibt es nicht. Wir selbst entscheiden, wie die Anforderungen der ISO 9001 in unserem Unternehmen umgesetzt werden. Wir gestalten ein individuelles und an unser Unternehmen angepasstes Managementsystem.

Was heißt DIN EN ISO?

DIN steht für Deutsches Institut für Normung: Die Normenreihe ist Bestandteil der Deutschen Normen.

EN steht für Europäische Norm: Die ISO 9000 ff. ist auch in Europa gültig.

ISO steht für International Organization for Standardization: Die ISO 9000 ff. ist international anerkannt.

Aufbau der ISO 9000 ff.

Die Normenreihe ISO 9000 ff. aus drei Einzelnormen:

  • ISO 9000: Grundlagen und Begriffe des Qualitätsmanagements
  • ISO 9001: Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme
  • ISO 9004: Leitfaden zur Leistungsverbesserung von Qualitätsmanagementsystemen

Zur Einführung eines Qualitätsmanagementsystems in unserer Einrichtung ist die ISO 9001 besonders wichtig. In acht Kapiteln werden die Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme detailliert beschrieben, bezüglich:

  • der Verantwortung der Unternehmensleitung
  • des Managements von Ressourcen (Arbeitsmittel, Personal usw.)
  • der Produkt- und Dienstleistungserbringung (z. B. Entwicklung von Schulungsmaßnahmen, Dozentenauswahl usw.)
  • der Verbesserung des Qualitätsmanagementsystems (z. B. Erfassung und Auswertung der Teilnehmerzufriedenheit)

II. AZWV (Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung)

Unter der Prämisse „Moderne Dienstleistung" im Weiterbildungsbereich hat auch die Bundesagentur für Arbeit (BA) reagiert. Sie hat das SBG III mit dem Ziel, mehr Wettbewerb, Transparenz und eine verbesserte Qualität zu schaffen, neu geordnet.

Erfolgte die Qualitätssicherung im Weiterbildungsbereich bisher auf Grundlage des sog. Anforderungskataloges an Bildungsträgern durch die Bundesagentur für Arbeit, wird nun mit Inkrafttreten der AZWV (Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung) ein neuer Rahmen geschaffen. Die BA zieht sich (teilweise) bezüglich Zulassung und Anerkennung zurück und hat diese Aufgabe an die Privatwirtschaft genauer an Zertifizierungsstellen, sog. Fachkundige Stellen, abgegeben. Diese werden zentral über die Anerkennungsstelle der Bundesagentur für Arbeit zugelassen und registriert.

Kurz und bündig: Die Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen durch die Bundesagentur für Arbeit erfolgt nur noch, wenn der Bildungsträger die Forderungen des Dritten Buches zum Sozialbesetzbuch §§84-86 einhält und gemäß AZWV zertifiziert ist.

Was bedeutet dies? Bildungsträger, die öffentlich geförderte Weiterbildung (FbW) über Bildungsgutscheine verbunden mit Unterhaltsgeld und Übernahme der Weiterbildungskosten anbieten, können nicht mehr wie in der Vergangenheit üblich, sich an ihr örtliches Arbeitsamt wenden um als Träger zugelassen bzw. gefördert zu werden. Das gesamte Zulassungsverfahren erfolgt ausschließlich durch die Fachkundigen Stellen.

www.azwv.de

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