nichts Halbes. nichts Ganzes.
Schüler der Fachoberschule Gestaltung der Bernd-Blindow-Schule Leipzig setzen sich mit Erinnerungskultur auseinander und positionieren sich mit eigenen Ausstellungsbeiträgen zur Diskussion rund um ein geplantes Einheitsdenkmal.
Die in einem Projekt in Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung Leipzig entstanden Texte, Objekte, Modelle, und Fotos werden in Beziehung zu eigenen Erinnerungsstücken und inszenierten fotografischen Selbstdarstellungen gesetzt. Alle Schüler sind rund um das Jahr 1989 geboren und beziehen ihren Erfahrungshintergrund zum Herbst 89 aus sekundären Quellen wie Medien, Schulunterricht und Gesprächen mit Eltern, Verwandten und anderen Zeitzeugen.
Im Arbeitsprozess wurde diese Situation wiederholt thematisiert. Während der Projektarbeit ergaben sich Fragestellungen, die immer wieder für intensive, kontroverse Diskussionen sorgten: Welche Bedeutung hat Erinnerung für den Einzelnen und die Gesellschaft? Muss Erinnerung vergegenständlicht werden, um sie auch für nachfolgende Generationen erfahrbar zu überliefern? Brauchen wir Denkmale im öffentlichen Raum? Welche Funktion haben sie und erzielen sie ihre beabsichtigte Wirkung? Soll es in Leipzig ein Einheitsdenkmal geben? Das mit den Schülern entwickelte Ausstellungskonzept, versucht mit einzelnen Stationen, diesen Werdegang zu dokumentieren.
Die Präsentation wird am Mittwoch, den 10. Februar 2010 um 19.00 Uhr im Ausstellungsbereich der Kulturstiftung Leipzig eröffnet und wird bis zum 10. März 2010 täglich außer Montag und Freitag von 12:00 bis 17:00 Uhr zu sehen sein.